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Die Preisträger des Tags der Schülersicherheit 2021

20.000 € für mehr Sicherheit und Gesundheit an Schulen in Baden-Württemberg

Auch für 2021 hat die Unfallkasse Baden-Württemberg (UKBW) wieder gemeinsam mit dem Kultus- und Innenministerium Baden-Württemberg den „Tag der Schülersicherheit“ ausgerufen. Unter den 44 eingereichten Beiträgen hat die Unfallkasse gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Ministerien zehn Gewinnerschulen ausgewählt. Die prämierten Themen reichen von Gewaltprävention, Sucht, Depression und Ängste über Umgang mit digitalen Medien bis hin zu Bewegung und Fitness, gesunde Ernährung sowie Verkehrssicherheit. Jede Gewinnerschule erhält eine Urkunde und je 2.000€. Zudem werden drei Schulen mit einem Sonderpreis ausgezeichnet: Dabei handelt es sich um besonders herausragende Projekte, die durch ein Profi-Filmteam dokumentiert werden.

Mädchen schaut, ob ein Auto kommt

Hügelschule Tübingen: „DIE WEGCHECKER – sicher auf dem Weg zur Schule“
Seine eigene Umgebung besser kennen lernen, sich dort wohlfühlen und gleichzeitig „Elterntaxis“ überflüssig machen? Genau dieses Ziel verfolgt die Hügelschule Tübingen. Durch den Einsatz verschiedener Techniken, wie laufen, malen, fotografieren oder Ergebnisse besprechen, entdecken und „checken“ die Kinder gemeinsam ihre Umgebung und werden damit selbständig, regelbewusst und vertrauter mit ihren Schulwegen. Das Projekt „Wegchecker“ überzeugt durch seinen hohen praktischen Nutzen, seine Kreativität und Übertragbarkeit auf andere Schulen. zum Video

zwei Mädchen bei Erste-Hilfe-Übung an Puppe

Realschule Jestetten: „Realschule Jestetten – mit Sicherheit, JA!!!“
Das Konzept der Realschule Jestetten berücksichtigt alle wichtigen Themenbereiche zur Verkehrssicherheit der Schülerinnen und Schüler. Durch verschiedene Aktivitäten, wie z. B. ein jährlich stattfindender Verkehrssicherheitstag oder Fahrradsicherheitskon-trollen zum Check der Verkehrstauglichkeit der Fahrräder der Schülerinnen und Schüler, werden die Fünft- bis Achtklässler im Umgang mit auftretenden Gefahren sensibilisiert und lernen Verantwortung im Straßenverkehr zu übernehmen. Viele Partner vor Ort – z.B. die ansässige Polizei, die freiwillige Feuerwehr und das DRK – sind mit dabei.  

Mädchen schaut aus Seitenfenster eines LKW

Schloßgartenschule Grundschule Großweier: „Raus aus dem toten Winkel“
Kinder frühzeitig für mögliche Gefahren im Straßenverkehr zu sensibilisieren und entsprechende Verhaltensregeln zu trainieren, rettet Leben. Insbesondere das Thema „Toter Winkel“ stellt hier eine bekannte Gefahrenquelle dar. Durch die Zusammenarbeit mit einer ortsansässigen Spedition können die Schulkinder an einem Aktionstag selbst Platz auf dem Fahrersitz eines LKWs nehmen und so die Gefahren des toten Winkels von einer anderen Perspektive kennen lernen. Mit ihrem Informations- und Trainingsprogramm sensibilisiert die Schule die Kinder bereits frühzeitig für diese Gefahrenquelle und trainiert zudem Verhaltensregeln, um die Kleinsten zu schützen.

Grundschule Schillerschule Kornwestheim: „Zu Fuß zur Schule“
Zu viele „Elterntaxis“ und ein hohes Verkehrsaufkommen – mit diesen Problemen war die Schillerschule konfrontiert. Das Projekt „Zu Fuß zur Schule“ ist ein vielversprechender Ansatz, um die bei der Schule bestehenden Verkehrssicherheitsgefahren anzugehen. Die Kinder nehmen dabei aktiv an der Problemlösung teil: Durch einen internen Wettbewerb, welche Klasse die meisten Schulwege selbstständig bewältigt, wird das Selbstbewusstsein der Schulkinder und ihre Entwicklung hin zu selbstsicheren Verkehrsteilnehmern gefördert. Insbesondere die nach der Wettbewerbsphase anschließende Gefahrenanalyse macht das Projekt effektiv und nachhaltig.

Hartranft-Grundschule Freudenstadt: „Probleme klären – fair miteinander umgehen“
Konflikte selbstständig lösen – das ist Ziel des Projektes „Probleme klären – fair miteinander umgehen“. Dies gelingt durch vier klare und einfache Problemlösungsschritte, die alle Grundschülerinnen und –schüler der Harntranft-Grundschule lernen: 1. Problem aufzeigen, 2. Zuhören, 3. Problem diskutieren, 4. Problem lösen oder nochmals besprechen. Das Vorgehen ist für die Zielgruppe verständlich und durch die Materialien ansprechend visualisiert. Andere Grundschulen können die Methode ohne großen Aufwand übernehmen.

sieben Kinder beim Spiel auf Rasen

Gemeinschaftsschule Jettingen: „WIR gegen GEWALT! Gewaltpräventionsreihe der Gemeinschaftsschule Jettingen“
In der Gemeinschaftsschule Jettingen setzt die Schule auf ein ganzheitliches Gewaltpräventionsprogramm für die Klassen 5 bis 8. Durch vielfältige Methoden, wie z. B. Sozialkompetenztraining und Schülerbuddys zum Schutz und zur Begleitung der Fünftklässler, werden die Schülerinnen und Schüler in ihrer persönlichen Entwicklung gestärkt. Sie entwickeln ein stärkeres Selbstbewusstsein, Empathie und Problemlösekompetenzen.

Eine Schulklasse nach der Apfelernte

Weiherdammschule Blumberg: „Vom Gemüsebeet in die Schulküche“
Die Schülerinnen und Schüler lernen verschiedene Themenfelder wie Natur, Umwelt und Landwirtschaft kennen. Durch die Mitarbeit im Schulgarten und die tägliche Zubereitung von frischen Mahlzeiten für alle Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte erfahren sie, was es heißt, sich gesund und ausgewogen zu ernähren. Das Projekt überzeugt durch seine Nachhaltigkeit und den praktischen Nutzen. Zudem trägt die enge Zusammenarbeit zu einem positiven Schulklima bei.  

Schulklasse beim Wandern mit Rucksäcken

Otto-Graf-Realschule Leimen: „Gemeinsam schwitzen statt sitzen!“
Schule und Abenteuer – diese spannende Verbindung gelingt der Otto-Graf-Realschule Leimen mit ihrem Projekt „Gemeinsam schwitzen statt sitzen“. Durch gemeinsame Sport- und Erlebniswanderungen stellen sich die Schülerinnen und Schüler neuen Herausforderungen. Ein didaktisch sehr gut durchdachtes, kreatives Konzept, das auf die persönliche Entwicklung, soziales Miteinander, mehr Bewegung und das Erleben der Natur abzielt.

Drei Bilder von einem Mann beim Jonglieren mit Bällen

 

Alfred-Amann-Gymnasium Bönnigheim: „AAG-Fit und gesund! At School and at Home!“
Mit einem „Fit und gesund!"-Set bleiben die Schülerinnen und Schüler jederzeit körperlich fit und aktiv – auch über die Corona-Pandemie hinaus. Die verwendeten Materialien (Koordinationsseil, Jonglier- und Igelball) sind immer im Transportsäckchen im Schulranzen mit dabei. Ein sehr kreatives Projekt, das mit den begleitenden Übungen Bewegungsarmut begegnet und von anderen Schulen ohne großen Aufwand übernommen werden kann.

Briefkasten in Schule mit Aufschrift „Bitte was?!"

Theodor-Heuss-Realschule Offenburg: „InterNETT-Coaches“
Gemeinsam gegen Cybermobbing, Hetze und Fake News im Netz vorgehen – das ist das Ziel der „InterNETT-Coaches“. Jugendliche der neunten Klasse stehen jüngeren Schülerinnen und Schülern ehrenamtlich als Ansprechpersonen bei Problemen mit digitalen Medien zur Verfügung. Als Gesamtkonzept der Schule gegen Mobbing und Hass im Netz fördern die „InterNETT-Coaches“ durch einen niederschwelligen peer-to-peer Ansatz eine respektvolle Diskussionskultur – in der Schule und für einen altersgerechten Umgang mit Fake News und Hass in den sozialen Medien.