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Arbeiten unter der Sonne

Wer im Freien arbeitet, sollte darauf achten, sich rechtzeitig und ausreichend zu schützen. Denn Sonnenstrahlung kann nicht nur Sonnenbrand hervorrufen, sondern auch die Augen schädigen, zu einem Hitzeschlag führen und nach langjähriger Einwirkung sogar Hautkrebs verursachen. Diese Gesundheitsschäden können vermieden werden.

Sonnenschutzmaßnahmen bei der Arbeit und in der Freizeit verringern das Risiko einer Erkrankung. Vor allem für „Outdoorworker", z. B. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Bauhöfen oder im Freibad, sind Schutzmaßnahmen unbedingt erforderlich. Auch Kitas und Schulen können viel für den aktiven Sonnenschutz tun. Sie können zudem dazu beitragen, Kinder zu Verbündeten in Sachen Sonnenschutz zu machen.

Mit dem Aktionsthema „Arbeiten unter der Sonne“ informiert die Unfallkasse Baden-Württemberg (UKBW) über die Wirkung von UV-Strahlung und geeignete Präventionsmaßnahmen. Informationsangebote, Beratungen vor Ort und weitere Aktionen unterstützen die Mitglieder dabei, die Arbeit draußen noch sicherer und gesünder zu gestalten.

Aktuell

Welche Schutzmaßnahmen gibt es?

Die am Arbeitsplatz notwendigen UV-Schutzmaßnahmen werden in Abhängigkeit von
der Arbeitssituation im Rahmen der betrieblichen Gefährdungsbeurteilung festgelegt.
Grundsätzlich gilt auch hier: Technische und organisatorische Maßnahmen haben Vorrang gegenüber personenbezogenen Schutzmaßnahmen.

Wir haben für Sie zusammengestellt, was Sie bei Sonne und Hitze besonders beachten sollten und wie Sie Beschäftigte schützen können:

Technische Schutzmaßnahmen

  • Unterstellmöglichkeiten (auch für Pausen) zur Verfügung stellen
  • Arbeitsbereiche mit ausreichend großen Sonnenschirmen, Sonnensegeln, Sonnenplanen und Überdachungen (z. B. bei Kassenarbeitsplätzen auf Parkplätzen) ausstatten
  • Baumaschinen und Fahrzeuge mit Klimaanlagen bereitstellen
  • Arbeitsbereiche gut belüften (Hitzestau vermeiden)

Organisatorische Maßnahmen

  • Die Beschäftigten über die möglichen Gefahren durch die Sonneneinstrahlung und über Schutzmaßnahmen informieren
  • Tätigkeiten möglichst im Schatten oder in geschlossenen Räumen ausführen
  • Den Aufenthalt in der Sonne (insbesondere in der Mittagszeit von 11 bis 15 Uhr) nach den Möglichkeiten der Arbeitsorganisation zeitlich beschränken
  • Art und Umfang der Pausen (selbstverständlich im Schatten) an die Tageszeit anpassen
  • Körperlich anstrengende Arbeiten möglichst früh morgens oder spät nachmittags ausführen lassen
  • Persönliche Schutzausrüstung, Getränke (Trinkwasser) und UV-Schutzmittel ausreichend zur Verfügung stellen

Persönliche Schutzmaßnahmen

  • Körperbedeckende Bekleidung (lange Hose, langärmeliges Hemd/Shirt) z. B. aus Baumwollmaterialien tragen. Spezielle UV-Schutz-Kleidung ist in der Regel nicht erforderlich. Gegebenenfalls sind zusätzliche Schutzwirkungen nach Gefährdungsbeurteilung zu berücksichtigen (z. B. Warnweste)
  • Geeignete Kopfbedeckung (z. B. Hut oder Tücher) tragen und dabei besonders auf den Nacken- und Ohrenschutz achten. In Arbeitsbereichen, in denen Schutzhelme getragen werden müssen, kann der Nacken- und Ohrenschutz durch ein zusätzliches Tuch (z. B. einknöpfbarer Nackenschutz) erreicht werden
  • Den Arbeitsbedingungen entsprechende Sonnenschutzbrille tragen (siehe DGUV Regel 112-192 und 112-992 „Benutzung von Augen- und Gesichtsschutz“)
  • Sonnencreme schützt die unbedeckten Hautpartien. Das UV-Schutzmittel (z. B. Creme, Lotion, Spray) muss einen ausreichend hohen Lichtschutzfaktor besitzen und sollte schweißfest sein

Weitere Informationen