print this page
Facebook Seite der UKBW Instagram Seite der UKBW

Arbeits- und Gesundheitsschutz für Beschäftigte

Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit haben immer oberste Priorität. Das gilt grundsätzlich, das Corona-Virus erfordert in dieser Beziehung jedoch noch einmal besondere Anstrengung zum Schutz aller im Betrieb.

Wichtige Informationen, was im Betrieb zu beachten ist, gibt Ihnen unsere Handlungshilfe zur Prävention während der Corona-Pandemie sowie im Bereich Schulen/Kitas die Schutzhinweise für Schulen während der Corona-Pandemie und die Schutzhinweise für die  Notbetreuung in Kindertagespflege und Kindertageseinrichtungen.

Ihre zuständige Aufsichtsperson ist Fachexperte in Sachen Arbeitsschutz – sprechen Sie uns an! Wir sind für Sie da, Sie bei dieser Herausforderung zu unterstützen, eventuelle Gefahren zu konkretisieren und Lösungen zu entwickeln.

Im Folgenden finden Sie weitergehende Informationen für unterschiedliche Versichertengruppen und Ihren Betrieb:

Versicherungsschutz bei Corona-Infektionen (SARS-CoV-2)

Beschäftigte im Kommunal- und Landesbereich, Mitglieder von Hilfeleistungsunternehmen, Kindergartenkinder, Schüler – auch in der Notbetreuung – usw. sind durch die Unfallkasse Baden-Württemberg abgesichert. Wenn sie sich nachweislich bei ihrer beruflichen, versicherten Tätigkeit mit dem Corona-Virus anstecken, stehen sie unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Eine Behandlung oder Überweisung an einen D-Arzt ist nicht erforderlich.

Meldungen erfolgen auf dem regulären Weg über unser Online-Portal.

Ein Versicherungsfall liegt vor, wenn folgende Kriterien erfüllt sind:

1. Eine versicherte Person hatte nachweislich in ihrer beruflichen, versicherten Tätigkeit Kontakt mit dem Corona-Virus (SARS-CoV-2).

2. In der Inkubationszeit haben sich Symptome entwickelt, die im Zusammenhang mit dieser Infektion stehen könnten.

3. Die Person wurden positiv auf das Corona-Virus (SARS-CoV-2) getestet.

Die Kosten für die Tests werden übernommen.

Infos zur Notbetreuung in Kitas

Im Rahmen der offiziellen Notbetreuung besteht genauso gesetzlicher Unfallversicherungsschutz für die Kinder, wie bei der regulären Betreuung auch. Versicherungsschutz besteht außerdem für das Personal der Einrichtung (im Rahmen ihres Beschäftigungsverhältnisses) und auf den erforderlichen Wegen.

Infos für ehrenamtlich Tätige

Derzeit sind viele ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer unterwegs, um andere zu unterstützen, einzukaufen, Besorgungen zu erledigen und Botengänge zu übernehmen. Freiwillige Helferinnen und Helfer, die sich mit Zustimmung der Kommunen ehrenamtlich engagieren, sind bei diesem Ehrenamt und auf den damit verbundenen Wegen bei der Unfallkasse Baden-Württemberg gesetzlich unfallversichert. Ausschlaggebend ist dabei, dass das Engagement über einen selbstverständlichen Hilfsdienst wie z. B. unter Verwandten hinausgeht.

Allgemeine Informationen

Infos zur Kostenübernahme

Kosten für Tests werden von uns übernommen und werden nach der Gebührenordnungsposition 32816 (Nukleinsäurenachweis des beta-Coronavirus SARS-CoV-2 mittels RT-PCR einschließlich eines Bestätigungstestes bei Reaktivität im Suchtest) des einheitlichen Bewertungsmaßstabs EBM mit dem gültigen Gebührensatz von 59 € einmal am Behandlungstag abgerechnet. Die Kosten können über unser Kontaktformular, per De-Mail an info@ukbw.de-mail.de oder auf dem Postweg eingereicht werden.

Absicherung sozialer Dienstleister

Dienstleister, die in der aktuellen Corona-Krise in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten, können von ihren Auftraggebern in der Sozialversicherung wie der UKBW Unterstützung bekommen. Soziale Dienstleister sind zum Beispiel Krankenhäuser, Reha-Praxen, Berufsförderungswerke usw. Voraussetzung ist, dass sie bisher bereits soziale Leistungen erbracht haben. Die Zuschusshöhe richtet sich nach der Leistungshöhe, die der soziale Dienstleister im Jahr 2019 vom entsprechenden Arbeitgeber erhalten hat. Berufsgenossenschaften und Unfallkassen haben dazu zentral ein digitales Antragsverfahren entwickelt, das über die Landesverbände der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung abgewickelt wird.
Zum Online-Antrag gelangen Sie  h i e r .

Öffentliche Bekanntmachung:

Aufgabenwahrnehmung der Aufgaben aus dem Sozialdienstleistereinsatz-Gesetz (SodEG) durch die Landesverbände der DGUV

Am 28.03.2020 ist das Sozialdienstleister-Einsatzgesetz (SodEG) in Kraft getreten. Das SodEG dient der Bekämpfung der Coronavirus-Krise und der Sicherstellung des Fortbestandes der sozialen Dienstleister.
Nach § 2 Satz 1 SodEG ist der Unfallkasse Baden-Württemberg als Träger der gesetzlichen Unfallversicherung ein Sicherstellungsauftrag für den Bestand der sozialen Dienstleister übertragen worden. Dieser Sicherstellungsauftrag soll durch einen an den einzelnen sozialen Dienstleister zu zahlenden monatlichen Zuschuss i. H. v. höchstens 75 % der im Monatsdurchschnitt des zurückliegenden Bemessungszeitraums (prinzipiell Jahreszeitraum) für Leistungen erbrachten Zahlungen erfüllt werden.

Im Interesse insbesondere der Anspruchsberechtigten als auch der Träger sind alle gewerblichen Berufsgenossenschaften und Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand übereingekommen, die Prüfung dieser Ansprüche sowie die Erbringung entsprechender Leistungen zentral zu bündeln. So wurde entschieden, den Spitzenverband – die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e. V. (DGUV) – mit der Erfüllung der den gesetzlichen Unfallversicherungsträgern durch das SodEG auferlegten Pflichten nach § 88 SGB X zu beauftragen.

Die DGUV hat hierzu kurzfristig ein onlinebasiertes Antragsverfahren installiert und wird über ihre regionalen Landesverbände für alle gewerblichen Berufsgenossenschaften und Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand Anträge von Leistungserbringern entgegennehmen und prüfen. Für die Gewährung des Zuschusses wird über den DGUV-Landesverband bei Erfüllung der Anspruchsvoraussetzungen ein öffentlich-rechtlicher Vertrag mit dem jeweiligen sozialen Dienstleister geschlossen und der monatliche Zuschuss ausbezahlt. Zu gegebener Zeit wird auch die Prüfung und Geltendmachung etwaiger Erstattungsansprüche wegen des Zuflusses von vorrangigen Mitteln nach § 4 SodEG erfolgen. Bei den Unfallversicherungsträgern verbleibt wegen § 88 Abs. 3 Satz 1 SGB X die Aufgabe, die Gewährung einer Leistung bei Nichterfüllung der Anspruchsvoraussetzungen abzulehnen.

Dieser Übereinkunft aller Mitglieder der DGUV entsprechend, wurde die DGUV mittels Vereinbarung vom 16.04.2020 mit der Erfüllung der Aufgaben, die der UKBW nach dem SodEG obliegen, nach § 88 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 Satz 1 SGB X beauftragt. Hiervon ausgenommen sind Entscheidungen, die nur durch Verwaltungsakt getroffen werden können (§ 88 Abs. 3 Satz 1 SGB X).

Nach § 88 Abs. 4 SGB X hat eine Bekanntmachung der Beauftragung zu erfolgen; diese erfolgt hiermit.

Diese Bekanntmachung erfolgte am 21.04.2020.