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Schüler

Allgemeine Informationen

Allgemein- oder berufsbildende Schulen sind alle, durch deren Besuch die gesetzliche Schulpflicht erfüllt werden kann bzw. auf Grund dieses Besuchs von der Schulpflicht befreit werden oder ein schulrechtlicher Abschluss angestrebt wird.

Bei der Unfallkasse sind Schüler unfallversichert, wenn Träger der allgemein- oder berufsbildenden Einrichtung das Land Baden-Württemberg, ein Landkreis, eine Kommune oder ein privater Träger ist. Private Träger sind z. B. Kirchen, Stiftungen, Vereine oder gemeinnützige Verbände.

Versicherte Tätigkeiten

  • Besuch des regulären Schulunterrichtes und der zwischen den Unterrichtsstunden liegenden Pausen (Beitrag aus INFO 2-2006: Unfallversicherungsschutz für Schüler an allgemeinbildenden Schulen)
  • Teilnahme an Prüfungen
  • Tätigkeiten, die mit der Schülermitverwaltung in Zusammenhang stehen
  • Teilnahme an offiziellen, von der Schulleitung genehmigten Schulveranstaltungen
  • Teilnahme an unmittelbar vor oder nach dem Unterricht von der Schule oder im Zusammenwirken mit ihr durchgeführten Betreuungsmaßnahmen (Infoblatt „Versicherungsschutz während der Teilnahme an Betreuungsmaßnahmen“)
  • Unmittelbare, mit dem Schulbesuch in Zusammenhang stehende Wege (Aufsatz „Die Schulwege" aus INFO 2-2013)
  • Teilnahme an schulischen Praktika (Aufsatz aus INFO 1-2014)
  • Gastschülerinnen und Gastschüler
  • Teilnahme an Arbeitseinsätzen als Sonderform pädagogischer Erziehungsmaßnahmen

Nicht versichert sind

Informationen zum gesetzlichen Unfallversicherungsschutz von Eltern, die im Auftrag der Schule tätig werden finden Sie in dem Aufsatz „Versicherungsschutz von Eltern".

Lernende während der beruflichen Aus- und Fortbildung

Versichert sind Lernende während der beruflichen Aus- und Fortbildung in Betriebsstätten, Lehr­werkstätten, Schulungskursen und ähnlichen Einrichtungen.

Lernende sind Personen jeglichen Alters – in erster Linie Erwachsene – die sich außerhalb der Berufsschulpflicht auf Grund persönlicher Initiative beruflich aus-  oder fortbilden und nicht in einem Lehrverhältnis stehen. Dies können beispielsweise gelernte und ungelernte Personen sein oder Berufstätige, die sich neben ihrer Erwerbstätigkeit fachlich qualifizieren wollen. Hierzu zählen beispielsweise Deutschkurse für Spätaussiedler und Ausländer zur besseren Eingliederung in das Er­werbs­leben, Berufsförderungs- und Umschulungsmaßnahmen, ausbildungsbegleitende Maßnahmen nach dem SGB III, Meisterkurse usw.

Unter beruflicher Ausbildung ist die Ausbildung für den angestrebten Beruf zu verstehen. Die berufliche Fortbildung baut dagegen auf einer Berufsausbildung oder Berufstätigkeit auf.

Unerheblich für den Versicherungsschutz ist, ob die berufliche Aus- und Fortbildung auf Weisung oder freiwillig erfolgt. Die UKWB ist grundsätzlich zuständiger Unfallversicherungsträger, wenn sich:

  • die Bildungseinrichtung in der Trägerschaft des Landes, eines Landkreises, einer Stadt oder Gemeinde befindet, oder
  • die Teilnahme an der Bildungsmaßnahme auf Veranlassung eines unserer Mitglieds­unternehmen erfolgt.

Befindet sich die Bildungseinrichtung

  • in privater Trägerschaft, oder
  • wird an der Maßnahme auf Veranlassung des Arbeitgebers teilgenommen, der nicht Mitglied der UKBW ist

besteht Versicherungsschutz über die jeweilige Fach-Berufsgenossenschaft.

Wird die Teilnahme an der Maßnahme von der Agentur für Arbeit gefördert, kann im Einzelfall auch die Zuständigkeit der Unfallkasse des Bundes, Wilhelmshaven, gegeben sein.

Versicherte Tätigkeiten
Zu den versicherten Tätigkeiten zählen die Teilnahme an der Bildungsmaßnahme und die damit verbundenen direkten Wege.