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Kinder

Kinder in Tageseinrichtungen und Kindertagespflege

Kinder in Baden-Württemberg sind während des Besuchs von betriebserlaubnispflichtigen Kindertageseinrichtungen oder während der Betreuung durch geeignete Tagespflegepersonen gesetzlich über die Unfallkasse Baden-Württemberg unfallversichert.

Tageseinrichtungen

Tageseinrichtungen müssen einer Betriebserlaubnis nach § 45 SGB VIII bedürfen und der Betreuung, Bildung und Erziehung von Kindern dienen. Das sind insbesondere

  • Krippen
  • Kindergärten
  • Horte
  • Kindertagesstätten

Nicht zu Tageseinrichtungen im Sinne des Gesetzes zählen z. B.

  • private Freizeitangebote
  • Frühförderstellen und Förderstätten
  • Kinder- und Wohnpflegeheime

Die UKBW ist zuständiger Unfallversicherungsträger in Einrichtungen der öffentlichen Hand, oder wenn der Einrichtungsträger als gemeinnützig im Sinne des Steuerrechts oder als Träger der freien Jugendhilfe anerkannt ist. Dies können beispielsweise Kirchen, Stiftungen, Vereine oder gemeinnützige Verbände sein.

Um prüfen zu können, ob und ggf. bei welchem Versicherungsträger Versicherungsschutz besteht, bitten wir Sie nachfolgendes Formular auszudrucken, auszufüllen und uns zuzusenden oder zu faxen (Fax-Nr.: 0721-6098-5352).

Versicherte Tätigkeiten

Tagespflege

Seit 01.10.2005 stehen Kinder, die durch geeignete Tagespflegepersonen im Sinne von § 23 SGB  VIII betreut werden, unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung.

Voraussetzung für das Bestehen des Versicherungsschutzes der Kinder ist die Feststellung der besonderen Eignung der Tagespflegeperson. Diese erfolgt durch den Träger der öffentlichen Jugendhilfe (ört­liches Jugendamt) oder durch einen mit ihm per Kooperationsvertrag verbundenen anerkannten Träger der freien Jugendhilfe.

Die versicherte Betreuung kann von der Tagespflegeperson als selbstständige Tätigkeit oder in Form einer abhängigen Beschäftigung für den Haushalt der zu betreuenden Kinder erfolgen. Eine namentliche Meldung der Kinder im Vorfeld ist nicht erforderlich.

Versicherte Tätigkeiten
Der gesetzliche Unfallversicherungsschutz der betreuten Kinder bis zum vorschulischen Alter besteht entsprechend den Besonderheiten ihres Entwicklungsstandes um­fassend und während der gesamten Dauer der Be­treu­ung durch die Tagespflegeperson so­wie auf den damit verbundenen direkten Wegen. Erfasst sind alle Tätigkeiten, die mit der Betreuung durch die geeignete Tagespflegeperson in einem rechtlich wesentlichen Zusammenhang stehen, wie z. B. das Spielen, das Essen und Trinken oder die Teilnahme an Ausflügen usw. (Aufsatz „Versicherungsschutz im Zusammenhang mit der Einnahme von Mahlzeiten“).