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Hilfeleistungsorganisationen

Allgemeine Informationen

Versichert sind unentgeltlich, insbesondere ehrenamtlich Tätige in Hilfeleistungsorganisationen (z. B. Arbeiter-Samariter-Bund, Deutsche Lebensrettungsgesellschaft, Malteser-Hilfsdienst, Johanniter-Unfallhilfe, Deutsche Rettungsflugwacht) oder im Zivilschutz sowie Teilnehmer einschließlich ehrenamtlich Lehrende an Ausbildungsveranstaltungen dieser Unternehmen (z. B. Erste-Hilfe-Kurse, Rettungsschwimmkurse).

Hilfeleistungsorganisationen

Gemeinsames Merkmal der Hilfeleistungsunternehmen ist die ihnen durch Gesetz, Rechtsverordnung, Satzung, ständige Übung usw. festgelegte Zweckbestimmung bei Unglücksfällen Dritter aktive Hilfe zu leisten und ihre personellen und sächlichen Mittel gerade zu diesem Zweck einzusetzen. Wirtschaftliche Erwägungen z. B. auf Gewinnerzielungsabsicht ausgerichtete Gewerbe erfüllen diese Kriterien nicht!

Ein Unglücksfall ist ein plötzlich eintretendes Ereignis, das eine Gefahr für Menschen oder Sachen mit sich bringt (z. B. Wohnungsbrand, Verkehrsunfall).

Zivilschutz

Aufgaben des Zivilschutzes ist es, durch nichtmilitärische Maßnahmen die Bevölkerung, ihre Wohnungen und Arbeitsstätten, lebenswichtige zivile Betriebe, Dienststellen und Anlagen sowie das Kulturgut vor Kriegseinwirkungen zu schützen und dessen Folgen zu beseitigen oder zu mindern.

Hierzu zählen aber auch:

  • der Selbstschutz
  • der Warndienst
  • die Aufenthaltsregelung
  • der Katastrophenschutz
  • Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit
  • Maßnahmen zum Schutz von Kulturgut

Werden Tätigkeiten im Rahmen des Landeskatastrophenschutzgesetzes verrichtet, ist die UKBW der zuständige Unfallversicherungsträger.

Versicherte Tätigkeiten

Versichert sind alle mit dem Hilfeleistungsunternehmen zusammenhängenden Tätigkeiten, einschließlich der zugehörigen Wege.

Hierzu gehören bspw.:

  • Der Einsatz selbst
  • Die damit in Verbindung stehenden Vor- und Nachbereitungshandlungen
  • Sonstige Tätigkeiten die dem Hilfeleistungsunternehmen wesentlich dienen (Verwaltungsarbeiten, Öffentlichkeitsarbeit, Sammlungen etc.)
  • Teilnahme an Ausbildungsveranstaltungen, die dem Erwerb der Rettungsfähigkeit unmittelbar dienen (Erste-Hilfe-Kurse, Rettungsschwimmkurse)

Zusätzlich zu den Leistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung nach Eintritt eines Personenschadens haben Personen in Hilfeleistungsorganisationen einen Anspruch auf Mehrleistungen nach der Satzung der Unfallkasse Baden-Württemberg (Anhang zu § 19 der Satzung der UKBW) sowie auf Ersatz von Sachschäden (z. B. beschädigte Kleidung oder Kfz-Schäden) infolge der Hilfeleistungshandlung usw. und von erforderlichen Aufwendungen (z. B. Ersatz von Verdienstausfall usw.).